Das bemerkenswerte Gespräch KW 45
Eigentlich
war mir am Mittwochmorgen schon klar, welches Gespräch in dieser Woche
ganz oben auf der Liste stehen würde. Es rief mich der ehrenamtliche
Bürgermeister einer Bergstadt an und es ging um die Verwicklungen bei
der Stadtentwicklung und der Gefahr, durch Nichtentscheidung 4,6
Millionen Euro Fördermittel zu verlieren. Schon im zweiten Satz machte
er deutlich, dass alle, die der Argumentation des hauptamtlichen
Samtgemeindebürgermeister folgen, doch nur unwissend und halbinformiert
sind. Außerdem hzabe er eseilig und besseres zu tun, als mit der
Echo-Redaktion zu sprechen. Weil auf dieser Grundlage kein erfolgreiches
Gespräch entstehen konnte, endete unsere Unterhaltung nach 10 Minuten
und zahllosen Wiederholungen, dass auch die Landesbehörde für Straßenbau
ahnungslos sei, mit der Versicherung, demnächst mal wieder zu diesem
Thema zu telefonieren.
Einen
ähnlich guten Einstieg hatte ich am Donnerstagmorgen. Es rief der
Direktor einer kommunalen Bildungsvereinigung an und fragte mich, wie
ich dazu käme,ihm per E-Mail Fragen zuzusenden, von wem ich denn die
Informationen hätte und wo drauf ich hinaus wolle. Mein erster Gedanke:
Dieses Gespräch ist gleich wieder zu Ende. Als das Telefonat dann 58
Minuten später zu Ende war und wir ein Treffen vereinbart, dachte ich
mir: War doch ganz nett. Also, der erste Eindruck entscheidet nicht
immer.
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